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Kai Lübke
25. Mai 2009 17:35
Filmtitel rangieren ja meist irgendwo im Dunstkreis zwischen reißerisch ("Jung und unschuldig auf der Kuhweide geschändet") und langweilig ("Scream XXIII"), aussagekräftig ("Der Herr der Ringe") und irreführend ("Sodbrennen").
Manche Filmtitel sind auch sowas wie der erstaunliche Versuch, die Kreativität der Variation auf die Spitze zu treiben. So lief am Wochenende nach "I know what you did last Summer" und "I still know what you did last Summer" der dritte Teil der Teenie-Horror-Reihe unter dem Titel "I will always know what you did last Summer".
Für Teil 4 schlage ich schon mal vorsorglich vor: "I don't care what you did last Summer but I'm gonna kill your b*tch ass anyway". Teil 5 für die dann vermutlich ins Rentnerstadium übergegangen Original-Klientel dürfte dann "I don't remember what you did last Summer because I've got Alzheimer's disease" heißen.
Schöne neue Kinowelt.
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Kai Lübke
28. Oktober 2008 17:38
RTL erfreute mich grade mit einem Newsletter mit dem Betreff "Handy weg beim Liebesspiel" und der großen Einstiegsnummer:
"Stellen Sie sich vor, sie sind gerade beim schönsten Liebesspiel und plötzlich schläft ihr Partner einfach ein."
Ja, so mögen wir unsere privaten TV-Anstalten. Stellen sich proaktiv auf die Rentnergeneration ein, zu der ihre Moderatoren (Raab, Pflaume, Karahan... Kamps) schon längst gefühlt gehören.
Nur, was habe ich damit zu schaffen? Ich schlafe doch nie mitten im... *nrrrrch* *püh*
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Kai Lübke
12. September 2008 11:56
Hurra, wir leben noch!
Seit vorgestern ist der Large Hadron Collider am CERN in Betrieb und noch wurden wir nicht von Schwarzen Löchern verschlungen oder von Strange Particles durchlöchert.
Sowas ist ja immer ein guter Anlaß, die eingerosteten Quantenphysikkenntnisse wieder aufzufrischen. Eine kurze Umfrage unter Putzfrauen, Vorschulkindern und Tokio-Hotel-Fans ergab: es hat sich viel getan in den letzten Jahren.
Umgefallen bin ich beim Higgs-Feld. Tolle Sache, so ein unsichtbares Feld, das das gesamte Universum durchzieht, nimmermüd-fleißig mit Eichfeldern interagiert und so ganz viele Dinge erklärt, die man sich anders nicht erklären kann. Das klingt dann wieder ein bissl wie der ominöse Äther, an den ja manche immer noch glauben.
Bleibt nur die Frage, wieso meine Freundin eigentlich keinen Superstring-Tanga trägt und ich mich manchmal so weggefaltet fühle wie eine höhere Dimension.
So schwimme ich also wieder in Hadronen, Leptonen, Bosonen und Mesonen. Nichts, was ein Glas Whiskey nicht richten könnte. Dann hat mensch wieder den richtigen Spin. *higgs* Nur nicht zuviel trinken, sonst göbelt man Bose-Einstein-Kondensat. Das geht immer so schwer raus aus dem Teppich.
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Kai Lübke
08. März 2008 19:07
Fälschung:
Basshunter - "Now you're gone"
Original:
Basshunter - "Boten Anna"
Wie schon Dieter B. wußte - wer bei sich selbst klaut, tut wenigstens niemandem weh. Außer den Zuhörern.
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Kai Lübke
15. Januar 2008 20:44
Die "Leistungen" der Laienschauspieler bei Pro Siebens aktueller Volksverdummung "The next Uri Geller" sind weiterhin erste Sahne.
"Lord" Jack Nasher zum Beispiel hatte die schwere Aufgabe, aus fünf Seilen einfach nur das kürzeste zu wählen, um seine "Mentalistenkräfte" unter Beweis zu stellen.
Bis zu drei Vierteln seiner Performance sah es noch so aus, als würde der Zaubertrick wirklich verblüffend werden. Moderator Oliver Welke durfte die fünf Seile, von denen nur eines von Magneten zusammengehalten wurde, hinter dem Rücken des augenverbundenen Hokuspokussers an beliebige Haken hängen. Anschließend ließ der indische "Lord" ihn dann nacheinander vier Seile auf den Boden werfen, bis nur #3 übrig blieb.
Hätte Nasher sich jetzt für Seil 3 entschieden und richtig getroffen, es bliebe wenig zu kritisieren.
Aber das ganze Vorgeplänkel war nur sinnlose Show - er hob alle fünf Seile wieder vom Boden auf und wählte das kürzeste. Daß dieses das richtige war, konnte man schon bei der Vorstellung der Seile deutlich sehen.
Organisator Uri Geller, selbst schon vor Jahrzehnten vom legendären Talkmaster Johnny Carson entlarvt, war natürlich "impressed". In der Tat, unterhaltsamer als der ausgelutschte Löffelverbiegetrick, den jeder Grundschüler hinbekommt, war dieser "indische Seiltrick" allemal.
Mir schaudert nur davor, daß eines der Jury-Mitglieder, angeblich Richter (!), sich das ganze angeblich "nicht erklären" kann. Ich hoffe sehr, der Mann darf nur über Skatbrüder zu Gericht sitzen.
Bleibt nur die Frage, wieso Pro Sieben dem Fernsehpublikum viertklassige Zaubertricks als übersinnliche Fähigkeiten verkauft. Ein Fall für den Psychiater?
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