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David Wilchfort
26. Februar 2009 12:56
Stellen Sie sich eine Brücke vor, die von staatlich geprüften Ingeneuren, nach allen Regeln der Statik, erbaut wurde. Stellen Sie sich weiter vor, diese Brücke würde auf Sie nur wenig vertrauenswürdig wirken. So lange Sie nicht wissen, dass Ihr Eindruck trügt, werden Sie mit Sicherheit diese scheinbar unsichere Brücke nicht betreten.
Damit eine Brücke auch tatsächlich genutzt wird, reicht es nicht, dass sie technisch korrekt ist. Es muss für den potentiellen Benutzer erkennbar sein: „Wir haben für Ihre Sicherheit gesorgt!“ Es wäre eine Verschwendung, eine Brücke mit optimaler Tragkraft zu bauen, aber nicht gleichzeitig für Vertrauen zu sorgen.
Bei meiner Arbeit mit Paaren, spreche ich auch gelegentlich mit einem Partner alleine. Dann höre ich z.B. Sätze wie: „Ich ärgere mich, wenn sie sich immer wieder um ihre materielle Zukunft sorgt. Ich habe schließlich alles so arrangiert, dass sie auch abgesichert ist, wenn mir etwas passiert.“ Wenn ich daraufhin frage: „Und weiß das auch ihre Frau?“ Kommt oft: „Ich denke schon.“ Das reicht nicht.
Von anderen höre ich diese Feststellung: „Ich habe die Außenbeziehung jetzt definitiv beendet. Ich verstehe nicht, warum er mich immer noch so skeptisch beäugt.“ „Weiß Ihr Mann von dem „definitiv“?“ Darauf bekomme ich die Antwort: „Ja, ich habe ihm gesagt, dass ich den Anderen nicht mehr sehe.“ Das reicht nicht.
Es reicht nicht für die Sicherheit des Partners zu sorgen. Er muss es auch erkennen können. Nur wenn für ihn die Verlässlichkeit spürbar ist, wird er sich der Brücke anvertrauen. Es nützt nichts, ihm ärgerlich zuzurufen: „Jetzt geh doch endlich rüber!“ Besser ist es, sich zu bemühen, die Stabilität der Brücke deutlich zu machen.
„Jetzt vertrau mir doch einfach!“, dient nicht dazu, Vertrauen einzuflößen. Es schreckt eher ab. Ja, Vertrauen zu vermitteln ist schwer. Das rechtfertigt jedoch nicht, sich nicht darum zu bemühen.
Vertrauen zur „finanziellen Zukunft“ muss man auf andere Weise vermitteln, als Vertrauen in „loyales Beziehungsverhalten“. Dem Partner Mut zu machen, die Brücken, die man für ihn gebaut hat, auch zu nutzen, bedarf viel Einfühlung. Was für den Steuerberater ganz klare Verhältnisse sind, mag für seinen Partner nur schwer nachvollziehbar sein. Für denjenigen, der mit seiner Außenbeziehung innerlich abgeschlossen hat, besteht kein Zweifel. Der Partner aber, hat keinen direkten Zugang zu diesem Wissen. Es muss ihm aktiv vermittelt werden, vom demjenigen, der die Gewissheit hat.
Viele tun alles dafür, damit der Partner in Zukunft sicher ist, aber sie versäumen ihm heute ein sicheres Gefühl zu vermitteln.
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David Wilchfort
20. Februar 2009 22:10
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David Wilchfort
17. Februar 2009 12:43
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David Wilchfort
11. Februar 2009 10:31
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David Wilchfort
08. Februar 2009 11:48
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