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Schwierige Schmerztherapie

Pharmama  vLine  22. September 2011 08:53   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 

Schmerzen, speziell chronische Schmerzen zu therapieren ist nicht einfach. Aber manchmal machen es sich die Patienten auch selbst schwerer als nötig.

Die Patientin kommt in die Apotheke und fragt mich: „Was kann ich noch nehmen gegen meine Schmerzen? Mein Arzt hat mir Tilur und Dafalgan aufgeschrieben.“

Ich möchte ihr in dem Fall eigentlich nicht noch ein weiteres Mittel zum einnehmen geben (mehr Mittel bedeutet auch immer mehr Nebenwirkungen und Wechselwirkungen) darum frage ich erst mal: „Wie nehmen sie die?“

Patientin: „Tilur morgens und abends 1 Tablette. Dafalgan nehme ich nicht.“

Pharmama: „Wieso nicht?“

Patientin: „Da habe ich Magenschmerzen davon bekommen.“

Pharmama: „Vom Dafalgan? Das ist Paracetamol und so ziemlich das am besten magenverträgliche Schmerzmittel. Probieren sie doch ein, zwei Tage das Dafalgan so zu nehmen, wie der Arzt es verordnet hat: 3 x täglich 1 Tablette.“

Patientin: „Aber: ich möchte nicht noch mehr Schmerzmittel einnehmen!“

Was soll ich ihr dann empfehlen? Sie hat mich am Anfang doch genau danach gefragt: nach etwas zum nehmen gegen ihre Schmerzen … einem Schmerzmittel ….

Pharmama: „Sie können es auch mit Schmerzpflastern oder -Salben versuchen …“

Patientin: „Nein, da ist auch Chemie drin. Gibt es da nicht etwas natürliches?“

Pharmama: „Wie wäre es mit Teufelskrallenwurzel-tabletten? Die wirken entzündungshemmend und…“

Patientin: „Nein, das sind auch Tabletten, das will ich nicht. Was gibt es sonst noch?“

Pharmama: (zweifelnd) „So was wie Tee? – … aber selbst im Weidenrindentee hat es prinzipiell dasselbe drin wie in den Schmerzmitteln … nur in einer geringeren Menge. Dass das ausreicht, glaube ich eher nicht.“ 

(Und in den Mengen, die sie dann trinken möchte, würde sie sicher Magenprobleme bekommen).

Patientin: „Und sonst?“

Pharmama: “ …. Sie könnten es ja mit Homöopathie versuchen.“

…Jau, das ist dann genau der Moment, wo auch ich die Homöopathie empfehle.

 
 

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