www.der-andere-hausarzt.de

www.der-andere-hausarzt.de

Ein DocCheck Blog von Wolf-Peter Weinert
Zum großen Ganzen

DC Navigation Box

Kalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 3 5
7 8 10 11 13
14 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      
 

Zurück zum Blog


Beruf Landarzt - besser geht’s nicht (3)

Der andere Hausarzt  vLine  23. Mai 2011 09:26   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 

MG_4934-150x150.jpgFällige Renovierungen

Die Art und Weise wie der Beruf eines Hausarztes auf dem Lande heutzutage ausgeübt wird, sei antiquiert, heißt es unter Jungärzten. Wir haben schon gehört, wie die Gründe für diese Meinung lauten. Das meiste davon ist absolut richtig.

Aber!

Der Landarzt ist so antiquiert, wie ein Wohnzimmer aus den Sechziger oder Siebziger Jahren. Würde man deswegen das Wohnzimmer wegreißen, sozusagen ein Loch ins Haus schlagen? Nur weil einem Größe, Ausstattung und Einrichtung nicht mehr passen?
Die klügere Variante wäre doch wohl, wenn es schon ums Reißen geht, es bei ein paar Wänden, Tapeten und Teppichen zu belassen. Dazu käme das Unterputzlegen der Stromleitungen und die Entsorgung alter Möbel. Und wenn dann alles im neuen Glanze strahlt, fragt man sich, warum man so ein schönes Haus zerstören wollte. Und manchmal stellt sich auch noch heraus: So teuer war das alles gar nicht.

Ähnlich ist es mit dem Beruf des Hausarztes. Da gibt es allerhand Verstaubtes und Vergilbtes, angefangen von den gesetzlichen Vorgaben, der Einstellung der Krankenkassen, der kassenärztlichen Verwaltung, den Vorstellungen der Patienten, bis hin zu den Gedanken über den Beruf eines Landarztes in den Köpfen von jungen und alten Ärzten.
Und es ist gar nicht so teuer, das alles zu modernisieren. Die gesetzlichen Vorgaben schaffen Bewegungsspielraum. Also ran an die alten Strukturen, denn

warum sollte ein Landarzt...

1. ganz allein auf weiter Flur arbeiten und frustriert auf Ersatzsuche gehen, wenn er Freizeit haben will

2. keine Ahnung von Wirtschaft haben
3. sich jede diktierte Bedingung gefallen lassen, wo er doch die seltene Art ist
4. und seine Kollegen in der Nähe die gleichen Investitionen leisten
5. chaotische Sprechstunden abhalten, mit bis zu drei Stunden Wartezeit
6. auf hervorragenden Verdienst verzichten?

 

Wenn allein diese sechs Punkte modernisiert sind, wird der antiquierte Beruf eines Landarztes zeitgemäß. Fangen wir also an:

 

1. die Form einer Gemeinschaftspraxis ist unverzichtbar
2. Fortbildung auf ökonomischen Gebiet ist unverzichtbar (ein niedergelassener Arzt ist auch ein selbstständiger Kaufmann, ob er es wahrhaben will oder nicht!)
3. Arrangements mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung und der Gemeinde (den Gemeinden) sind unverzichtbar
4. Vernetzungen der umliegenden Praxen sind unverzichtbar
5. Organisation der eigenen Sprechstunde (Termine) ist unverzichtbar
6. weniger als 10.000 Euro im Monat wird ein gut strukturierter Landarzt nicht verdienen.

Klären wir also die Einzelheiten in den nächsten Artikeln!

 
 

Kommentar schreiben... (4 Kommentare)  vLine  0 Trackbacks  vLine  Permalink

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
36 Bewertungen  (Ø 3)    902 Aufrufe
 
 

#4 Der andere Hausarzt    (Homepage)    25.05.2011 23:10

Sie werden nicht ändern können, dass ich meinen Beruf seit 24 Jahren so empfinde und dabei ein gutes Leben führe innerhalb und außerhalb der Praxis. Ich persönlich kann das Gejammere der Ärzte nicht mehr hören, deswegen diese Artikelreihe. Wir haben junge Kollegen in unsere Praxis aufgenommen, die sehr gerne bei uns Arbeiten, alle zu den gleichen Bedingungen wie die "Alten". "Gequirlter Mist" ist doch wohl eher, jemanden erzählen zu wollen, dass man 150 Überstunden im Monat neben der normale Arbeitszeit für 1.600 Euro leistet.

#3 W.W-    25.05.2011 22:02

Lieber Kollege, das ist gequirlter Mist, was Sie von sich geben, und da bin ich mit der Wortwahl noch dezent. Sorry, das so knallhart auszudrücken, aber ich sehe wirklich keine andere Möglichkeit auf Ihren Beitrag zu antworten. W.Weimershaus "Praktiker"

#2 Wolf-Peter Weinert    (Homepage)    25.05.2011 19:30

Meine Rede ist vom Einkommen vor Steuern, sonst ist es nicht vergleichbar, das heißt brutto. Ich praktiziere in Niedersachsen, ländliche Gegend. Mit welcher Art Regressen haben Sie zu tun? Verordnungen? Warum überprüfen Sie die nicht? Besitzen Sie ein Praxismanagement? Auf Ihre Überstundenzahl komme ich im Jahr, wenn ich von einer 40-Std.-Woche ausgehe. Wie rechnen Sie ab? Falls Sie alles richtig machen, kann ich nur zum Umzug raten. Warum lassen Sie sich ausbeuten? Da ist ja die Lage selbst in Mecklenburg oder Sachsen-Anhalt besser. Wenn Sie Kontakt wollen, senden Sie eine E-Mail an die genannte Adresse. Gruß Der andere Hausarzt (Wolf-Peter Weinert)

#1 freiburg    25.05.2011 19:12

Wo sind Sie Landarzt? 10.000 Euro, ich werkle mit netto 1600 hier rum. Eigene Praxis, Abzahlungen, 150 Überstunden, etc. etc. Bayerischer Wald hier. Gemeinschaftspraxis habe ich seit 3 Jahren mit einem Kollegen. Das Problem ist die Kassenärztliche Vereinigung. Ich führe andauernd Regresse mit denen, das belastet sehr!

Dieses Feld bitte nicht ausfüllen:

    
Tags für diesen Artikel: ,

902 Klicks

Trackbacks:

Keine Trackbacks
 

Footernavigation


© DocCheck Medical Services GmbH, Köln 2006

DC Flexicon

DC RSS Box

Neue Einträge in "www.der-andere-hausarzt.de" per eMail.