jonas
16. März 2010 12:17
Wie schon einmal erwähnt ist es hier in Windhoek nun meine zweite Famulatur, die sich nun so langsam dem Ende entgegen neigt. Mittlerweile bin ich auch etwas froh, wenn ich mich nun von den Ärzten verabschieden darf und dann noch zweieinhalb durch Namibia reisen zu können. Auch wenn die Famulatur insgesamt doch Spaß macht, so stellt sich nun genau wie bei der ersten Famulatur eine gewisse Lustlosigkeit ein. Mag sein, dass dies einfach dazu gehört. Inzwischen kenne ich die ganzen Abläufe hier im Haus und weiß, wie was funktioniert. Es kommt also nichts Neues mehr hinzu. Man kann sogar fast schon sagen, dass ich es jetzt ein wenig langweilig finde.
Jeden Tag sehe ich die gleichen Patienten, zu denen jeden Tag wieder das gleiche aufgeschrieben werden muss. Der Schreibkram hier ist echt unglaublich. Ich dachte ja schon in Deutschland gäbe es viel zu notieren, aber hier im Krankenhaus wird alles übertroffen. Auch anderen Famulanten geht es teilweise ähnlich wie mir. Anfangs macht es immer noch Spaß und man ist fleißig dabei. Man will alles können und schlägt deswegen zu hause auch viel nach, um eben auch viel Wissen aus der Famulatur mitzunehmen. Je länger es jedoch dauert, desto weniger Motivation hat man.
Vielleicht liegt diese Entwicklung daran, dass man eben doch in den meisten Fällen nur „Mitläufer“ ist. Man kann sich alles anhören und dabei sein, aber natürlich hat man keine Entscheidungsgewalt und Verantwortung. Ich kann nur hoffen, dass es später im Beruf besser wird.
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