jonas
12. März 2010 18:32
Heute war ich wie angekündigt auf dem internationalen HIV-Kongress in Windhoek. Dieser hat im besten Hotel in Windhoek stattgefunden, was die Stadt zu bieten hat. Umgerechnet musste ich als Student 15€ zahlen. Nebenbei gab es noch einige andere Veranstaltungen und viele Messestände, die für neue diagnostische Gerätschaften warben, was ich selbst für die finanziellen Möglichkeiten hier im Land etwas überdimensioniert fand.
Angefangen hat nun der Kongress mit einem Überblick von HIV und deren vielen Behandlungsschemata. Da ich zuvor im Studium noch nichts darüber erfahren habe, hat mich die Masse der Möglichkeiten und deren Komplikationen eher erschlagen. Dennoch fand ich es interessant wie nun die neuen Guidelines für 2010 aussehen. Die aktuelle Prävalenz für HIV-Infektion beträgt in Namibia 19,7%, was eine erschreckende Zahl darstellt, wobei dies schon ein kleiner Erfolg für dieses Land ist, denn die Prävalenz betrug zuvor stets über 25%.
Weitere Vorträge wurden von eingeflogenen Professoren aus UK und Südafrika gehalten. Diese beinhalteten weitere Komplikationen für Niere und Leber bei HIV-Infektion, außerdem wurden nicht-infektiöse Erkrankungen im Zusammenhang mit HIV dargestellt. Insgesamt fand ich den Kongress also sehr interessant, zumal eben auch neueste Erkenntnisse thematisiert wurden, gerade auch zu Resistenzentwicklungen bei den einzelnen Medikamenten. Für mich kam dabei allerdings die Frage auf, ob nun die neusten Forschungen überhaupt in naher Zukunft Auswirkungen auf Afrika haben werden. Es fehlen hier schlichtweg das Geld und das Personal.
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