Jürgen Rabe
31. Juli 2008 20:55
Was immer wie wieder gern beschrieben wird, die die Situation, der Schicksalsschlag, der uns vom aktiven, hyperaktiven allzeit bereiten Therapeuten in die Position des Patienten verschlägt, dies traf mich wie der Blitz aus heiterem Himmel. Oh wie gut denken vielleicht einige ,wenn er dadurch von den Popsong-Blogs geheilt wird.
Der Schmerz in der noch frischen postoperativen Phase lies mich diesen Blog unterbrechen und für 2 Tage mich auf mein Lager zurückwerfen.
Am 18.7.2008 bei der adipösen Rentnerin mit Manschettenulcus re US passierte es , das Bein rutschte ab ich in vorgebeugter Haltung griff nach und es traf mich der Blitz in die li Lende ins li Bein, und ein hölllischer Schmerz erfasste mich , bradykard, kaltschweissig. Nach vergeblichen Sitz, Gehkriechversuche mit meiner Helferin , die Gott sei Dank zugegen war liess ich zu ,einen Krankenwagen zu rufen.13.30 Uhr
In der Klinik erstmal warten, Kollege etwa Vorrang , keine Spur, untergetaucht in der anonymen Masse der Großstadtpoliklinik . Eine Ärztin testete mich neurologisch , herrschte mich zu entspannen, da sie wahrscheinlich den fehlenden PSR auf mangelnde Kooperation von Patientenseite reduzierte. Es folgte die Schmerzinfusion , nicht wirklich besser , doch nach 2, 5 Stunden fragte mich eine Famulantin , wies denn geht , "Keine Schmerzen, dann gehen sie nach Hause!"16.30 Uhr Wie war das gleich Privatpatient 2 Klassenmedizin?Kein Oberarzt, kein Chef in Sicht
Hat sich doch einiges geändert seit der eigene Klinikzeit? 17.56 endlich auf Station der Chefarzt der Neurologie erscheint mit einer Affenartigen Geschwindigkeit , Reflexe geprüft und endlich er bietet heut noch das MRT an.
Rettung, Rettung in Sicht. Gegen 18.45Uhr ein freundlicher Radiologie verabschiedet sich per Handschlag von mir, jovial " Ach sie sin d der Kollege der unbedingt noch das MRT braucht.Die MTA ruft sie "und ist in den Feierabend verschwunden
Nach dem MRT die Bilder gibt es nicht zu sehen , sind ja digitalisiert auf Station einzusehen, für wen , dem Stationsarzt, dem Chef, der Schwester und der Patient?
Wir lassen ihnen eine gut Schmerztherapie zukommen 3 Infusion alle 8 Stunden hatte der Chef noch mit Emphase betont als er das Zimmer verliess . In die liegende Braunüle wird eine Infusion angeschlosssen, die zweite in der Nacht gegen 23 Uhr, abgefummelt gegen 5 Uhr, Blut läuft ins Bett auf die Bettdecke.
Schmerz lass nach , beim Gang zur Toilette tobende rasente Schmerzen, trotz 100mg Tramal plus Metamizol i.v.
Gegen 10 UHr OA Visite REflexprüfung, ," mmmh PSR scheint zu fehlen , guck mir mal die Bilder an vom MRT wenn ich meine es ist ein BSV , dann rufe ich auch heute schon den Neurochirurgen." Es wird 13-15- 17 UHr kein neurochirurgischer Konsilarius hat mich gesehen, die MRT Bilder begutachtet in einem Krankenhaus der Maximalversorgung, aber oh Schmerz lass nach es ist jede Bewegung oder jeder SChritt die Hölle . 300 mg Tramal ein gestörter Nachtschlaf, dass empfinde ich nicht als das Optimum der SChmerztherapie, lasse mir gegen Abend von meiner Frau Tramundin 200 retard mitbringen ,die ich in einer Dosierung 2x /die einnehme.
Es wird Sonntag wohlgelaunt erscheint der Oberarzt und eröffnet mir, bei der Ansicht der MRT Bilder keinen BSV gesehen zu haben. Also Mobilisation denke ich , aber der OS in der Schraubzwinge mien Quadiceps "Hölle,Hölle, Hölle".
Ich plane nach Hause zu gehen am nächsten Tag, kein Neurochirurg war bei mir , kein MRT Bild einzusehen, liebe Leute und schon fliegt die Tür auf und der Neurochef eröffnet mir sie haben einen riesigen infrafaoraminellen Discusprolaps L3L4 li muß man operieren.
Jetzt erst wird mir klar , noch ein 1 Woche Schmerz bis zur OP , da ich weiter mein ASS bekam jeden Morgen über das Wochenende hinaus und ich von der konservativen Therapie überzeugt sein mußte, zumal mich die Kg auf Anordnung des OA am Montagmorgen noch KGmäßig auch noch richtig in die Mangel nahm .
Ende Teil 1
Jeder Fehler zählt so heißt ein Aktion Uni FRankfurt, in der hiesigen Klinik frage ich mich nur welcher?
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Nadine
30. Juli 2008 17:45
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Sven Rothfuß
30. Juli 2008 15:55
Thomas Luft
29. Juli 2008 13:51
Gerade hatte ich mal wieder eine Diskussion wegen der Rabattverträge, die ich versuche einigermaßen wortgetreu wiederzugeben. Es ging um den Austausch von Marcumar gegen ein Rabattarzneimittel. Der Arzt hat natürlich kein "aut idem"-Kreuz gesetzt und der Kunde war schon einmal da, wollte aber nochmal bei der Kasse abklären warum und wieso er jetzt etwas anderes bekommen soll (immerhin, er hat es versucht). Ich versuche auch ein klein wenig den Kurpfälzer Dialekt einzubringen, der das Ganze wirklich lustig klingen lässt, obwohl das Thema richtig traurig ist:
Apotheker: "Herr H., ich muss ihr gewohntes Marcumar gegen ein anderes Mittel mit dem gleichen Wirkstoff tauschen"
Herr H: "Näää, die nemm isch nedd. Isch hab schunn bei der Kass ohgeruufe unn gefragt was des soll"
Apotheker: "Und was hat der Angestellte der Krankenkasse gesagt?"
Herr H.: "Dass die schbaare müsse unn isch desweege ä anner Medikament kriege tät. Awwer isch habb dann gefrohgt was iss wann die Leit desweege sterwe. Unn do hott die Dame vunn de Kass nur gemähnt 'Do kenne mir dann ach nix für'"
Noch Fragen?
PS: ich habe dann auf Grund pharmazeutischer Bedenken nicht substituiert und harre der Retaxationen, die da möglicherweise kommen.
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Sven Rothfuß
25. Juli 2008 12:29