DocCheck Blog Logo

DocCheck Blog

DocCheck Blog
Zum großen Ganzen

DC Navigation Box

Kalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7
11 14
16 17 20
25 27 28
           
 

Wohlwollende Begleitung

Barbara Buschow  vLine  30. April 2007 20:30   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
Gleich heute morgen endlich mal wieder ein Fax vom Verband. Das dritte mittlerweile zu den AOK-Rabattverträgen und deren Umsetzung. Diesmal schon 5 Seiten lang - wird ja immer besser - und mit einem eindringlichen Appell die Rabattvertragsregelungen der AOK doch bitteschön wohlwollend zu begleiten und"positiv zu kommunizieren".
Ja wie denn?? Wie soll ich ein solches für den Patienten verwirrendes und z.T. gefährliches Durcheinander auch noch positiv an den Mann/die Frau bringen?
Da bräuchte ich aber jetzt bitte eine genaue Formulierungsanweisung!
Die AOK selbst war ja offensichtlich nicht imstande, die Segnungen ihrer Rabattverträge gegenüber ihren Versicherten überhaupt zu kommunizieren.
So, und dann soll die Abgabe der Medikamente auch noch "kontinuierlich erfolgen"..
Schau mal`einer an, da hat doch noch jemand gemerkt, dass es bei dem ganzen Auswahlwirrwarr eventuell zu Complianceproblemen insbesondere bei den Älteren kommen könnte..
Meine Mitarbeiter haben übrigens meinen Versuch, das Anliegen der AOK bei ihnen positiv zu kommunizieren mit der Gegenfrage, ob sie jetzt auch noch auf der Gehaltsliste der AOK stünden quittiert...
Und jetzt noch einmal für alle Krankenkassenfunktionäre zum mitschreiben:
Das Gesetz heisst GKV (das seid ihr) Wettbewerbs-Stärkungs-Gesetz, das heisst, wenn der Patient eure Rabattideen nicht gut findet, kann er die Kasse wechseln!
Klingt komisch, ist aber so. - Ich werde das ganze "wohlwollend begleiten".
...damit ich nicht missverstanden werde: Wir äussern uns natürlich niemals aktiv abwertend über eine Krankenkasse, aber einem Patienten, der sich verständlicherweise über die zur Zeit herrschenden Zustände beschwert, werden wir bestimmt nicht einreden, er leide lediglich unter einer Wahrnehmungsstörung.
 
 

Kommentar schreiben... (3 Kommentare)  vLine  0 Trackbacks  vLine  Permalink


1335 Klicks
 

Science Fiction - oder die Zukunft beginnt jetzt!

Ulrich Pietrek  vLine  29. April 2007 22:38   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
Science Fiction betrachtet uns und unsere Umwelt "in zeitlich, räumlich oder historisch (oft radikal) alternativen Konstellationen. Meist geschieht dies in Form einer aus der tatsächlichen Gegenwart extrapolierten Zukunftsvorstellung." (Wikipedia)
Dann lassen Sie uns doch mal extrapolieren:

1. Im April 2007 im Schnitt etwa 4 Liter Niederschlag (sonst sind es über 11 Liter).

2. Die Temperaturen erreichen aktuell mit Leichtigkeit italienisches Niveau um Pfingsten.

3. Der Schmalegger Tobel (ein etwa 5 Meter hoher Wasserfall in unserer Gegend) ist keinen Besuch mehr wert, denn er tröpfelt nur noch so dahin. (Man kann ja trotzdem mal sehnsuchtsvoll schauen gehen!)

4. Die Böden haben mit der Trockenheit (gemäß heimischer Presse vom Wochenende) keine Probleme, da sie schwer sind und das Wasser recht gut konservieren. (Woher dann diese Risse!?)

5. Propheten des Untergangs hatten bisher immer Unrecht, also lasst uns zum Sand- Snowboarden nach Saudi-Land fliegen. dort kann jeder bei günstigen Spritpreisen ohne Handschuhe seinen "Winterurlaub" nachholen.

6. Ich persönlich verdiene zu wenig, um etwas zu ändern, deshalb schreibe ich lieber - vielleicht läßt sich ja zukünftig damit Kohle machen, dann verspreche ich auf's High - Tech - Solarmobil umzusteigen.

Bis dahin wünsche ich noch ein sonniges Wochenende, positives Denken und viel Frischwasser aus der gegenwärtigen Rundumversorgung!

Machen können dann die Kinder - die brauchen auch ihre Ziele!
 
 

Kommentar schreiben... (2 Kommentare)  vLine  0 Trackbacks  vLine  Permalink


1395 Klicks
 

Fette Beute

Barbara Buschow  vLine  26. April 2007 18:49   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
Lieber Herr Oesterle,

also wenn mein Geschäft so eine Goldgrube wäre, wie das von Herrn Däinghaus, dann würde ich es Ihnen nicht verkaufen..- aber ich bin ja auch blond und nicht blöd, ich würde die Kohle selbst einstreichen.
200 Millionen Euro soll sie dieser "Deal" gekostet haben, die Börse honorierte das heute mit einem Plus von 7%..
Ach ja, und Sie wollen sich mit einem persönlichen Brief an Angela Merkel dafür einsetzen, dass der Streit um das Fremdbesitzverbot deutscher Apotheken nicht vor dem europäischen Gerichtshof entschieden wird, sondern dass Sie per Gesetzesänderung einen Freibrief erhalten, das ganze Land mit "DocMorris-Apotheken" zu überziehen.
Was mich dabei besonders wundert, ist Ihre Begründung für diesen Beutezug. Im Spiegel-online las ich: ". Mit der Übernahme wolle Celesio auch die Position der Kunden ihrer deutschen Tochter im Wettbewerb stärken."
Sie haben das also quasi für mich getan??- Damit haben Sie sich einen zentralen Platz in meinem nächsten Bullshit-Bingo "Großhandelsrethorik" erobert..und einen Kunden verloren, denn ab Mai werde ich bei der Gehe keine Ware mehr beziehen.
In diesem Falle stimme ich HerrnWolf ausnahmsweise mal zu, wenn er sagt: „Die Maske ist gefallen. Die Celesio AG positioniert sich offen und aktiv gegen die eigenverantwortete, heilberuflich ausgerichtete Apotheke. Die Celesio AG stellt sich damit in Widerspruch zu den Zielen der unabhängigen Apotheker, die weiterhin juristisch und politisch dafür eintreten, Patienten frei von den Interessen mächtiger Kapitalgeber zu beraten“.
"Besser einen Kramladen mit eigenem Geld führen, als ein großes Geschäft mit fremdem."(jiddisches Sprichwort)
...finde ich auch und hoffe, dass diese Woche bald vorbei ist.
 
 

Kommentar schreiben... (2 Kommentare)  vLine  0 Trackbacks  vLine  Permalink


1201 Klicks
 

Ohne Worte - lächeln...

Barbara Buschow  vLine  24. April 2007 21:51   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
..Lauterbach: Der Apothekenmarkt in Deutschland entbehrt jeder Dynamik. Das ist auch schade für den Apotheker.
PZ: Wieso schade?
Dr. med Lauterbach: So ändert sich für den Apotheker im beruflichen Laufe seines Lebens zu wenig Der Apotheker ist zu bedauern, weil er an den vielen Modernisierungen anderer Berufe nicht teilnimmt. Apotheker machen oft einen deprimierten, verstaubten Eindruck.Den hinterlassen sie vermutlich, weil sie überlegen, was sich in den letzten 20 Jahren alles verändert hat, welche großartigen medizinischen Innovationen es gibt.
... Trotzdem wüsste ich gar nicht, ob man einem jungen Menschen unbedingt die Arbeit in der Apotheke empfehlen kann. Der Beruf des Apothekers hat nach meiner persönlichen Einschätzung zu wenig Dynamik, um ein Berufsleben von dreißig, vierzig Jahren zu tragen.

...und da hatte ich doch heute diesen Kunden mit einem Rezept für seine Frau über HCT 25 ct, das eigentlich Mcp-Ratiopharm sein sollte - klingt ja fast so ähnlich - die Fachkraft (400 Euro ? ) von Schlecker würde das wahrscheinlich auch sofort erkannt haben!

Ich glaube, mich hat akut ein Rotavirus erwischt!!!!
 
 

Kommentar schreiben... (2 Kommentare)  vLine  0 Trackbacks  vLine  Permalink


972 Klicks
 

Belanglos wichtig... und... sinnlos notwendig!

Ulrich Pietrek  vLine  24. April 2007 15:31   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 

Ein Kennzeichen unserer Zeit ist die Häufung von Belanglosem, das sich wichtig gibt. Da schießen Castingshows und Schönheitswettbewerbe wie Löwenzahn aus dem Boden. Hüften werden geschwungen, Grimassen gezogen und Töne gequält:

Am Ende gewinnt der meist Beliebte mit dem schönsten Schein und dem besten Gehabe - Sorry! Sicher kann der auch was - Betonung auf "was!?".

In der Standespolitik verhält es sich nicht anders: Immer nach dem Echo der Zeit. Wichtige Gebärden mit wichtigen Schwingungen verbinden und im richtigen Moment die Tasten eines x-beliebigen Instrumentes anschlagen. Tönen tut's allemal!

Dem stehen die scheinbar wirkungslos stillen und unscheinbaren, aber lebensnowendigen Seinsweisen gegenüber. Das sind die Routiniers, die tagtäglich schweigend ihr Werk verrichten - ohne Ton und Klage!
Das sind diejenigen "einfach strukturierten" Geister, die im "Herumhängen" Sinnhaftes entdecken; Requieszenz, Erneuerung, Tankladung...
Das sind die modernen Taugenichtse die auch ohne Eichendorff erkannt haben, dass wir sie dringend nötig haben, die Zeit des Müßiggangs und der Leere. Ja, auch die der Gedankenleere.

"Müßiggang ist aller Laster Anfang (the devil finds work for idle hands)" war der weltweite Beginn einer expandierenden Seuche, die uns heute aufzufressen droht...

Fazit: "Lächle über die Wichtigtuer und freue dich über jede scheinbar sinnlos verstrichene Stunde, denn sie bedeutet wahrhaft Leben!"

 
 

Kommentar schreiben... (0 Kommentare)  vLine  0 Trackbacks  vLine  Permalink


923 Klicks
 

Footernavigation


© DocCheck Medical Services GmbH, Köln 2006

DC Flexicon

DC RSS Box