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Berlin...das erste Mal!

Ulrich Pietrek  vLine  28. Februar 2007 23:48   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 

Bin gerade - zum ersten Mal - in Berlin (Fortbildungsverpflichtungen nachkommen!)...erlebe also die "Hauptstadt" als brandneu (deswegen wohl "Brandenburg" außenherum). Cool

Große Flächen mit pompös gestalteten Straßenzügen welchseln sich mit hinterwäldlerischer Hausarchitektur und spießig, vereinsamter Stadtkulinarik ab. Ein bemerkenswertes Nahverkehrssystem ließ selbst meine Nordamerikanischen Kollegen andachtsvoll nicken. Die Vielfalt -in jeder Hinsicht - scheint ungemein groß und unüberschaubar. Ab 20 Uhr ist bei uns in Ravensburg aber relativ mehr los als in manchem Stadtviertel der Megametropole - jedenfalls gerade jetzt.

Aber viel wichtiger erscheint mir - und das werde ich verständnisvoll nach Hause mitnehmen - dass ich endlich das tägliche "Magengrundgefühl" vieler unserer Politiker (und Innen) zu erahnen meine:

Frown"Scheiß Wetter...an das bisschen Sonne glaubt sowieso keine Sau mehr!"

Eben: Politisch herb, aber tierisch  r e a l i t ä t s N A H ! Wink

 
 

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Lungenkrebs? - Bitte pusten!

Frank Antwerpes  vLine  28. Februar 2007 11:59   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
Eine neues Diagnoseverfahren zur Früherkennung des Lungenkrebses wurde jetzt in der Zeitschrift "Thorax" (British Medical Journal Group) vorgestellt. Die Methode ist ebenso einfach wie verblüffend. Sie basiert auf einem colorimetrischen Sensor, der flüchtige organische Verbindungen aufspüren kann, wie sie im Atem von Patienten mit malignen Lungentumoren auftreten. Der Sensor setzt die aufgespürten Substanzen einfach in ablesbare Farbwerte um.

Um die Effizienz des Senors zu testen, mischten die Verfasser der Studie 49 Patienten mit kleinzelligem Lungen-Ca. unter 122 Patienten mit diversen Lungenerkrankungen und 21 gesunde Probanden. Die Sensitivität des Verfahrens ist vielversprechend: Es gelang in rund 75% der Fälle, den Tumor aufzuspüren.

Der neue Sensor-Test könnte sich für ein kostengünstiges, nicht-invasives Tumorscreening eignen.

Weitere Informationen gibt es hier
 
 

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Ja nee, is klar!

Reinhard Zembacher  vLine  27. Februar 2007 19:14   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
Da surfte ich gestern so ziellos durch Internet stieß plötzlich auf folgende Nachricht:
"Ostdeutschland: Zahl der niedergelassenen Ärzte gesunken"

"Ach nee!", dachte ich. "Ehrlich? Ist ja was ganz Neues." Doch dann las ich weiter. Nicht nur, dass die Gesamtzahl der Mediziner im Osten um 1 Prozent gesamt gefallen ist. Bei den Allgemeinmedizinern betrug der Rückgang sogar fette 3,1 Prozent. Die meisten anderen Fachärzte lagen zahlenmäßig irgendwo dazwischen.

Ja, richtig. Auch das wird niemand als Senstation betrachten, da das Thema mit genau diesen prognostizierten Zahlen bereits letztes Jahr ausreichend auf den Tisch kam.
Richtig stutzig wurde ich dann aber bei folgendem Zitat des KBV-Vorstandes Ulrich Weigeldt: "Mit der Gesundheitsreform haben wir die Chance, ab 2009 die Vergütungssituation zu verbessern. Wir werden alles tun, sie zu nutzen."

Ach nee! Wer's glaubt...!
 
 

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9live und mathematischer Analphabetismus

Kai Lübke  vLine  23. Februar 2007 16:13   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 

Bekannt und vieldiskutiert ist, mit welchen Mitteln Sender wie 9live ihre Telefonquizzes betreiben. Ebenso wurde schon viel über die Vieldeutigkeit und Manipulierbarkeit der Lösungsmöglichkeiten geschrieben. Diese Nacht wurde man allerdings Zeuge eines besonders schönen Beispiels dafür, daß die Intelligenz der Rätselmacher noch unter der ihres die Wahlwiederholung malträtierenden Publikums liegt.

 

Gestellt war die Aufgabe:

 

"Wenn 5 Ochsen in 5 Minuten 5 Liter Milch geben, wieviel Milch geben dann 10 Ochsen in 10 Minuten?"

 

Die erste Falle liegt schon in der 5er-10er-Analogie, denn "10 Liter" wäre offensichtlich falsch. Das ist eine Variante der Frage "Wenn 1,5 Hühner in 1,5 Tagen 1,5 Eier legen, wieviele Eier legt dann ein Huhn an einem Tag?", mit der die Bild-Zeitung mal die Teilnehmer eines Mathematikerkongresses aufs Glatteis führen wollte (richtige Lösung: 2/3 Eier, 9live-Lösung wäre wohl "0 Eier, denn wie soll ein halbes Huhn ein Ei legen?").

 

Wer die Aufgabe also rein rechnerisch lösen möchte, müßte argumentieren: "Doppelt so viele Ochsen in doppelt so langer Zeit geben viermal so viel Milch", also 20 Liter.

 

Natürlich kommt man mit etwas Verstand aber auch recht schnell darauf, daß Ochsen überhaupt keine Milch geben. Ist also "0 Liter" die richtige Lösung (die auch nach fast 3 Quiz-Stunden tatsächlich als richtig akzeptiert wurde - ich hatte mir in weiser Voraussicht nur die ersten und die letzten 10 Minuten angesehen, weil ja mal wieder klar war, daß niemand mittendrin gewinnen würde)?

 

Jetzt kommt ein wenig elementare Aussagenlogik ins Spiel, nämlich das Prinzip "Aus einer falschen Aussage kann man beliebiges folgern". Anders gesagt, "A => B" ist für falsches A immer wahr, egal ob B wahr oder falsch ist. Das nennt man auch "ex falso quodlibet".

 

Konsequenz des ganzen: Die Aussage "Wenn 5 Ochsen in 5 Minuten 5 Liter Milch geben, dann geben 10 Ochsen in 10 Minuten X Liter Milch" ist für jedes X wahr (was man eben davon unterscheiden muß, daß dadurch nichts über den Wahrheitsgehalt von "10 Ochsen geben in 10 Minuten X Liter Milch" ausgesagt wird).

 

Und damit ist 9live im Unrecht, wenn sie andere Antworten als "0 Liter" als falsch zurückweisen.

 

Vielleicht sollte man die zuständigen Redakteure die Grundschule noch ein zweites Mal wiederholen lassen, nachdem schon die erste Ehrenrunde offenbar nicht ausgereicht hat.

 
 

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Grenzwertüberschreitung...ohne Ende

Ulrich Pietrek  vLine  19. Februar 2007 16:52   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 

Da ist zu vernehmen, dass die Feinstaubkonzentration in den Lüften permanent zu hoch sei. In über 100 der 450 bundesweiten Messstationen lagen die Werte an mehr als 35 Tagen über dem zulässigen Grenzwert von 50ug/m⊃3;. Es sei damit zu rechnen, dass Deutschland die ab 2010 europaweit geltenden Grenzwerte nicht einhalten werde.
Die Gesundheitsreform hat alle Hürden passiert. Grenzwerte hinsichtlich Gehalt und zeitgemäßer Vergütung wurden nicht festgelegt und müssen demnach nicht eingehalten werden. Die Kassen verdienen an unseren Bemühungen, den Patienten Sparsamkeit beizubringen.

Es wird Zeit sich mental abzukoppeln, von einem System, das in die Regression geraten ist. Für immer weniger immer mehr zu erbringen ist in keinem Wirtschaftssektor möglich.
Deshalb rate ich allen gutmeinenden Kollegen eine vernünftige (gerne evidenz basierte) Medizin zu einem vernünftigen Preis anzubieten (als Igelleistung, als Zusatzleistung, auch als Basis - Kassenleistung, aber eben nur so...).

Also: 

  • Machen wir dieses Jahr zu dem, was es grenzwertlos seitens der Politiker sein soll - wirtschaftlich, das Nötigste auf sozial verträgliche Art und Weise wegschleusen. Und daneben noch etwas Geld für die Familie verdienen, denn die erträgt keine dauerhaften Grenzwertüberschreitungen.
  • soll heißen: flott und sparsam für die Kassen, intensiv und nachhaltig für die "Checker".
  • Alle weiteren Versuche die aktuelle Situation zu modulieren, halte ich für wirkungslos.

CryZurück in den Elfenbeinturm!!!

 
 

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