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Wozu das Internet sonst noch taugt...

Philipp Graetzel  vLine  31. Januar 2006 16:32   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
... verriet uns dieser Tage die Zeitschrift Nature. In einem mit Sicherheit ziemlich kurzweiligen Forschungsprojekt haben Wissenschaftler Modelle zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten in einer globalisierten Welt entwickelt. Grundlage waren Internetdatenbanken, in denen Menschen mit einem sehr speziellen Hobby die Seriennummern und den Ort des Auftauchens von Geldscheinen eingeben, die auf diese Weise weiterverfolgt werden können, so es denn genug Teilnehmer gibt, die dasselbe machen.

Die Idee: Geldscheine werden am Mann getragen und von Mensch zu Mensch weitergegeben, ähnlich wie Keime. Sie sollten deswegen in etwa den Bewegungen von Infektionserregern entsprechen. Genialer Gedanke jedenfalls.

Mehr: http://www.nature.com/nature/journal/v439/n7075/abs/nature04292.html
 
 

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Interessante Diskussion...

Philipp Graetzel  vLine  30. Januar 2006 14:58   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
... zum Thema medizinisch-telemetrische Datenübermittlung im Rettungswagen. Mit der von Ortivus übernommenen Firma Medos kommt ein neuer Anbieter entsprechender Drahtloskommunikationslösungen auf den Markt. Reichlich Erfahrungen in anderen Ländern, wo das Standard ist.

Der Unterschied: Anders als zum Beispiel in skandinavischen Ländern sind in D Rettungswägen generell mit Ärzten besetzt, und der Weg zum nächsten Krankenhaus ist meist nicht weit. Rettungsdienste sind deswegen skeptisch, ob die Funkübermittlung von medizinischen Infos an die Rettungstelle(n) in Deutschland Sinn macht.

Aber: Was, wenn die Zahl der Kliniken abnimmt? Wenn die generelle Besetzung aller Rettungswägen mit Ärzten in Frage gestellt werden sollte? Vielleicht ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
 
 

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Winterpause vorbei...

Philipp Graetzel  vLine  30. Januar 2006 14:42   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
... in Berlin wie in diesem Blog. Um nicht immer nur über Karten zu reden, hier mal was anderes. Das Krebsforschungszentrum Heidelberg und Siemens kooperieren für 40 Millionen Euro, um die Krebsdiagnostik voranzubringen. Teil der Zusammenarbeit ist ein MR-Gerät mit satten sieben Tesla, um Tumore genauer zu charakterisieren und sich immer mehr der nicht-invasiven Histologie anzunähern. Wenn sich jetzt ständig Menschen im Odenwald verlaufen, weil der Nordpol ihrer Kompassnadeln gen Heidelberg zeigt, dann wissen wir, woran es liegt...
 
 

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Salmei, Dalmei, Adonei.

Frank Antwerpes  vLine  29. Januar 2006 15:36   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
Immer wieder, wenn mir das entrückte Gesicht von Karl Lauterbach aus der Tagespresse entgegenblickt, frage ich mich ängstlich: "Wann wird uns der Catweazle des deutschen Gesundheitswesens mit einem neuen Zaubertrick aus seinem reichen Repertoire beschenken?"

Und meistens dauert es dann auch nicht lange. Diesmal hat sich der gelehrige Bundestags-Novize einen kleinen Elektriktrick ausgedacht, der zwar nicht neu, aber außerordentlich populär ist: Den Steuer-Shunt. Sie erinnern sich: Höhere Mineralölsteuer für niedrigere Rentenbeiträge, höhere Tabaksteuer für's Gesundheitswesen usw. - die Umleitung von Steuergeldern in das reformierungsbedürftige Sozialsystem also. Dabei ist es Nebensache, dass es die eingetriebenen Euronen meist ebenso wenig schaffen, am wachsenden Haushaltsloch vorbei zu kommen, wie eine fette Fliege an der Kröte Kühlwalda.

Also auf ein neues. Wieder einmal soll das Geld von denen kommen, die sich angeblich zu wenig um die Solidargemeinschaft verdient machen: von den Besserverdienenden, nein stop - Gutverdienenden. Jetzt bitte nicht gleich hämisch an brilliantenbehängte Unternehmergattinnen, jetsettende Zahnärzte oder goldbeinige Fussballspieler denken. Gutverdiener sind nach Lauterbach-Definition so ziemlich alle, die neben Miete und Sozialabgaben noch über Restkaufkraft verfügen, die nicht in der staatlichen Umverteilungsmaschine landet. Also viele - mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Sie. Ihnen will Lauterbach wohlmeinend etwas abnehmen.

Spitzenverdiener und Selbstständige seien in der Regel privat versichert und trügen darum nicht zur Finanzierung der Krankenversicherung für Geringverdiener bei, so der O-Ton. Dass sie diese auch nicht in Anspruch nehmen, blendet der sonst so gescheite Midlife-Potter einfach aus. Damit das ganze wenigstens wirtschaftlich gut aussieht, holt er aus seinem Ledersäckchen die Möhre heraus, die Sozialpolitiker jeder Couleur uns seit Jahren immer wieder vor's Gesicht halten: Die Senkung der Beitragssätze und damit der positive Effekt auf den Arbeitsmarkt. Nur, dass diese Möhre mittlerweile ziemlich gelb aussieht, scheint Magier Lauterbach noch nicht bemerkt zu haben. Aber vielleicht fällt ihm dazu ja noch ein Zauberspruch ein...

catw

Empfehle ich allen, die Gesundheitspolitik verstehen wollen.
 
 

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Erster Eintrag

 vLine  27. Januar 2006 20:04   Dieser Blog wurde von einer Privatperson erstellt und enthält persönliche Meinungen oder Erfahrungen.

 
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