Ich stehe an der Käsetheke und weiß nicht welchen Leckerbissen ich mit nach Hause nehmen soll. Welche Entscheidung wird mir die Gewissheit geben, mich richtig entschieden zu haben? Mich quält die Wahl.
Schließlich bietet mir der Käseverkäufer, hilfreicher Weise eine kleine Kostprobe an. Das ist der Geschmack den ich suche! Jetzt habe ich ein zweifach gutes Gefühl. Zum einen freue ich mich über den Gaumengenuss und zum anderen über meine Befreiung vom Entscheidungsnotstand.
An Hand dieser Metapher erklärte ich heute einem Paar, warum es doppelt gut tut, wenn man spürt, dass man dem Partner gut tun kann.
Partnersuche ist die Suche nach einer Partnerschaft, in der man sich gegenseitig Freude machen kann. 1. Es ist schön zu spüren: „Mein Partner freut sich über mich.“ 2. Es ist schön zu entdecken: „Ich habe jemanden gefunden, in dem ich Freude erwecken kann.“
Ich vermute: Das Wohlgefühl in der Verliebtheit kommt zum einen, weil man spürt, dass man gemocht wird und zum anderen, weil man erleichtert ist, gelandet zu sein.
Das Landungsgefühl ist essentiell in einer Beziehung. Ich sehe oft Paare, die sich mit Unsicherheiten zermürben: „Ich weiß nicht, ob wir ein Kind bekommen sollen?" „Brauchen wir einen Ehevertrag?" „Soll ich den Fehltritt des Partners verzeihen?" All Jene, die sich diese Frage stellen, sind noch nicht im sicheren Hafen der Partnerbeziehung gelandet.
Der beste Weg, aus dem Entscheidungsnotstand herauszukommen, erscheint mir die Methode „Käsetheke". Beide Partner bieten sich gegenseitig Kostproben an, von denen sie annehmen, dass sie gut tun können. Wenn sich dadurch ein guter Geschmack einstellt, dann folgt auch bald das Landungsgefühl.
Können Sie den Zusammenhang nachvollziehen?
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#3 freiundfroh
13.02.2009 09:37
#2 David Wilchfort
12.02.2009 09:59
#1 DieWolf
11.02.2009 22:42